Selbsthilfegruppen

Probleme teilt man am liebsten mit Personen, die ähnliches erlebt haben. Von ihnen kann man erwarten, dass sie genau wissen, wie man sich gerade fühlt. Selbsthilfegruppen sind auf vielen Gebieten eine gute Möglichkeit für Menschen, die ihre Probleme gemeinsam mit anderen bewältigen wollen. Für alle möglichen Ereignisse des Lebens gibt es diese Gruppen.

Wann kann eine Selbsthilfegruppe helfen?

Intensive Gespräche führen zu Weinkrämpfen und man belastet sich gegenseitig, anstatt sich zu unterstützen. Oft ist auch das Schweigen in der Familie ein Grund für die Suche nach einer Selbsthilfegruppe, denn die Probleme lassen  sich nicht durch Schweigen verarbeiten. Beispiel Trauer oder Alkoholkrank.  Menschen unter sich sprechen offen über ihre Probleme und nur wer völlig frei erzählt, kann auch Auswege und Lösungsansätze für sich selbst erkennen. Die regelmäßigen Treffen zeigen den Betroffenen auf, dass es verschiedene Wege aus dem akuten Problem gibt und nicht jeder die gleiche Zeit benötigt, um wieder ins aktive Leben zurückkehren zu können.

Kirchengemeinden und soziale Einrichtungen sind eine gute Anlaufstelle, für alle die eine Selbsthilfegruppe suchen. Sie vermitteln Kontakte und im Internet finden sich ebenfalls verschiedene Informationen über Selbsthilfegruppen.  In einigen Foren erhält man Hinweise und Informationen und auch die telefonische Seelsorge kann bei der Suche nach einer Selbsthilfegruppe in der Nähe des eigenen Wohnorts behilflich sein. Portale im Netz listen Gruppen in verschiedenen Regionen auf und sicherlich kann auch der Hausarzt bei der Suche nach einer Selbsthilfegruppe helfen. Oft bedeutet der erste Besuch einer Selbsthilfegruppe eine große Überwindung, doch alle in der Gruppe mussten diesen Schritt selbst bewältigen und jede Gruppe nimmt neue Mitglieder ganz selbstverständlich auf.
In der Kirchengemeinde arbeiten ehrenamtliche Selbsthilfegruppen, die sich in den Gemeindehäusern regelmäßig treffen.