Asylbewerber brauchen Kontakte

Ehrenamtlicher Betreuerkreis in Repelen – Asylbewerber brauchen Kontakte

In Moers-Repelen hat sich auf ökumenischer Ebene ein Betreuerkreis für die hier wohnenden Asylbewerber getroffen. Pfarrer Bratkus-Fünderich, der in das Gemeindehaus An der Linde  eingeladen hatte: „Die Evangelische Kirchengemeinde Repelen  sowie die Gemeinde St. Martinus arbeiten eng mit dem Bunten Tisch und den Betreuern der Stadt Moers zusammen. Zum ersten Treffen kamen 10 engagierte Mitarbeiterinnen  aus dem Umfeld unserer Gemeinden. Erfreulich war es, dass auch 6 junge Mitarbeiterinnen  der Evangelischen Kirchengemeinde Repelen  die Mitbewohner interviewten und einen Film gedreht haben.“ In Zukunft leitet Larissa Gudat – die gerade ihr Abitur bestanden hat - diesen Arbeitskreis.

In Repelen wohnen zur Zeit 13 Asylbewerber in Kürze sind es 17 Männer. Die meisten davon leben im ehemaligen Pfarrhaus auf der Lintforter Straße. Ende nächsten Jahres wird es auf der  Niephauser Straße einen Neubau geben, in dem etwa 48 Personen untergebracht werden (angrenzend an das Gelände des VfL Repelen).

„Deutlich wurde uns,“ so Larissa Gudat, die Leiterin des Arbeitskreises,  „die Asylbewerber benötigen vor allem Menschen, mit denen sie Deutsch sprechen können. Schön fand ich, dass sie uns bei unserem Treffen spontan eingeladen haben und uns die Wohnung gezeigt haben. Wir haben verabredet uns in Zukunft zum Kochen zu treffen. Wir würden gerne lernen, wie man in den unterschiedlichen Ländern kocht.“

Es gibt viele weitere Angebote der Unterstützung. Drei Bewohner spielen schon Fußball beim FC Meerfeld – auch der VfL  Repelen möchte die Männer in das Sportangebot einbinden. Geplant werden für die Zukunft auch Ausflüge in die nähere Umgebung, damit die Mitbewohner sehen und erfahren, wie schön es am Niederrhein ist.

Pfarrer Heinrich Bösing gibt noch einen Tipp:  „Kleiderspenden aus Repelen für die Asylbewerber in Moers bitte in der Kleiderkammer St. Martinus, Heiermannsweg in Repelen  abgeben. Dort sitzen unsere Fachfrauen und Männer. Es ist nicht sinnvoll, Babykleidung in einer Unterbringung abzugeben, in der nur erwachsene Männer wohnen.“

Pfarrer Bratkus-Fünderich ergänzt: „Wir suchen noch Bürger, die arabisch sprechen.

Wer besondere Fähigkeiten hat, die gegebenenfalls abrufbar sind, bitte melden. Es muss nicht jeder zu jeder Sitzung kommen – es hilft, wenn wir wissen, wen wir unkompliziert ansprechen können. (Handwerker, Juristen, Ärzte, Computerspezialisten  …. Fremdsprachenkenntnisse)

Das nächste Treffen des Arbeitskreises ist am Samstag, 26.9.2015  16.00 Uhr  Wer teilnehmen möchte, melde sich bitte bei Pfarrer Uwe-Jens Bratkus-Fünderich an. Telefon: 02841 / 71923 oder Mail: bratkus-fuenderch@kirche-repelen.de