Kindertag

Der Frühsommer in diesem fühlt sich eher nach tropischem Hochsommer an. Da lag es doch nahe mit den Kindern des Kindertages die Wüstenwanderung des Volkes Israels nachzuempfinden.
Nachdem wir gehört haben, wie das Volk durch das Rote Meer gezogen ist und Gott ihnen als Orientierung am Tag eine Wolkensäule und in der Nacht eine Feuersäule gegeben hat, sind wir dann mit dem Bollerwagen losgezogen. Die Strecke ging den Moersbach entlang und es dauerte auch nur knapp ne halbe Stunde bis die Kinder, wie damals auch das Volk Israel schrien: Wir haben Durst! Und während wir die Geschichte von Mose gehört haben, wie er mit einem Stock auf einen Stein geschlagen hat, damit das Volk Wasser bekam, hörten wir, wie das Wasser des Moersbaches im Hintergrund rauschte. Und tatsächlich: Im Bollerwagen waren urplötzlich kühle Wasserflaschen aufgetaucht!
Weiter ging es bis zu einem sehr schön gestalteten Spielplatz in Utfort. Nach einer erholsamen Pause, so wie auch das Volk Israel sich immer wieder neue Lagerplätze zum Ausruhen gesucht hatte, fing das Volk wieder an zu schreien: Wir haben Hunger! Und prompt erzählte eines der Kinder wie Gott dem Volk Israel geholfen hat: Jeweils abends waren kleine Hühner, Wachteln im Lager, die man braten konnte. Und morgens nach dem Aufwachen lag Manna zwischen den Zelten. Wachteln hatten wir keine, aber Hanuta!
So ging es gestärkt den Weg zurück, der allerdings doch sehr, sehr lang wurde. Ingesamt zweieinhalb Stunden dauerte die Wanderung. Aber was sind schon zweieinhalb Stunden gegenüber vierzig Jahre! So lange war das Volk Israel nämlich unterwegs!
Endlich am Gemeindehaus an der Linde wieder angekommen wartete schon ein heißer Grill auf uns, den Herr Grabowski freundlicherweise angemacht hatte. Schnell waren die Würstchen gebraten und zum Nachtisch gab es Kirschen aus dem Garten von Familie Gemein. Ein Kirschkernweitspucken war da natürlich Pflicht!
Da es bei einem letzten Spiel um Wasser ging, endete der Kindertag für viele mit nassen Haaren und durchnässter Kleidung.