Taufe

Taufen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen finden in unserer Kirchengemeinde an vom Presbyterium festgelegten Sonntagen, in Familiengottesdiensten sowie an einigen besonderen Tagen statt (Osternacht, Ostermontag, Pfingstmontag, 2. Weihnachtstag) und zwar im Gottesdienst in der Dorfkirche um 11.00 Uhr.

Wenn Sie Ihr Kind taufen lassen möchten, nehmen Sie zuerst Kontakt zu unserem Gemeindebüro auf. Frau Melis wird Ihnen dann die Daten nennen, an denen Taufen stattfinden. Danach melden Sie sich bei dem Pfarrer, der den Gottesdienst gestalten wird und vereinbaren einen Gesprächstermin.

Bei dem Besuch des Pfarrers werden alle Fragen beantwortet werden. Es wird zusammen ein Formular mit den Daten der Familie ausgefüllt, über Sinn und Zweck der Taufe gesprochen und über den Ablauf des Taufgottesdienstes. Es wäre hilfreich, wenn Sie das Stammbuch bzw. die Geburtsurkunde griffbereit hätten, damit die Taufe eingetragen werden kann. Vielleicht haben Sie sich auch schon Gedanken über einen Taufspruch gemacht. Eine Auswahl von Taufsprüchen finden Sie weiter unten.
Patinnen und Paten für den Täufling müssen Mitglied einer christlichen Kirche sein. Wenn sie nicht Mitglied der Evangelischen Kirchengemeinde Repelen sind, benötigen wir am Tag der Taufe eine Patenbescheinigung. Sie wird am Wohnsitz der Patin/des Paten von der Kirchengemeinde ausgestellt.

Sinn und Zweck der Taufe

Im Kleinen Katechismus fragt Martin Luther „Was gibt oder nützt die Taufe?“ und antwortet darauf: „Sie wirkt Vergebung der Sünden, erlöst vom Teufel und gibt ewige Seligkeit allen, die es glauben, wie die Worte und Verheißung Gottes lauten.“ Die Taufe ist demnach mit dem Glauben verknüpft und nützt ohne Glauben nichts. Nachdem der Täufling von Gott Glauben empfangen hat, antwortet er darauf mit der Taufe. Sein Glauben wirkt in der Taufe die Vergebung der Sünden.

Die Kindertaufe
Bei der Kindertaufe hingegen folgt der Glauben erst auf die Taufe, da bei Säuglingen kein wirklicher Glaube vorhanden ist. Dennoch wirkt auch diese Taufe Vergebung der Sünden, denn in der Taufe feiern wir das “Ja“ Gottes zu uns Menschen. Bei der Kindertaufe wird dieses unumstößliche “Ja“ Gottes in Jesus Christus zu uns betont. Bevor der Täufling zu Gott “Ja“ sagt, hat Gott schon längst “Ja“ zu ihm gesagt. Auf das “Ja“ Gottes antwortet der Täufling mit seinem Glauben.

Die Taufe ist ein Vertrag
Man kann auch sagen, der Mensch schließt in der Taufe einen Bund oder einen Vertrag mit Gott. Gott streckt ihm die Hand aus und der Mensch schlägt mit der Taufe in die Hand Gottes ein. Der Bund, der in der Taufe geschlossen wird, ist ein Bund mit gegenseitigen Verpflichtungen. Wenn wir Kinder taufen, dann schließen wir im Namen des Kindes einen Bund mit Gott und antworten für das Kind auf das “Ja“ Gottes zu dem Kind. Wenn in der Tauffrage die Eltern und Paten des Kindes versprechen, dafür zu sorgen, ihrem Kind den Weg zu einem Leben als Christin oder als Christ zu weisen, dann ist das der eine Teil des Vertrages. Sie versichern, sich zu bemühen, ihrem Kind Gottes Wort nahe zu bringen, indem sie es z.B. später im evangelischen Kindergarten und zum Konfirmandenunterricht anmelden. Auf der anderen Seite dürfen wir im Gebet Gottes „Ja“ zu dem Kind einfordern und um Gottes Segen bitten. Deshalb gehören zu der Taufhandlung auch ein Segen und ein Gebet für das Kind.

Das Leben als Getaufte
Die Taufe ist ein einmaliges Geschehen und kann nicht wiederholt werden. Allerdings führt die Taufe nicht automatisch zu einem Leben als Christin oder als Christ. Häufig erleben wir, dass wir damit scheitern. In diesen Momenten können wir uns immer wieder vergewissern, was uns in der Taufe zugesagt worden ist: Gott sagt “Ja“ zu uns Menschen und vergibt uns unsere Schuld. Martin Luther sagte, er krieche jeden Tag neu in die Taufe hinein.

Die Zeichen bei der Taufe
Das Wasser ist bei der Taufe ein Zeichen dafür, dass der “alte Adam ersäuft wird“. Das Wasser wäscht symbolisch die Sünden des Menschen ab (“Aber ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.“ 1. Korintherbrief 6,11) Außerdem ist das Wasser als Symbol für Wachstum, Fruchtbarkeit und Leben ein Zeichen dafür, dass von Gott ein neues Leben geschenkt wird (“Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ 2. Korintherbrief, 5,17).
Die Taufkerze ist ein Symbol dafür, dass der Täufling erleuchtet ist und ein Licht in der Welt sein soll (“Ihr seid das Licht der Welt.“ Matthäusevangelium 5,14). Das Anlegen eines Taufkleides symbolisiert, dass die oder der Getaufte Christus angezogen hat (“Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen.“ Galaterbrief 3,27)

Kirchenrechtliche Bedeutung
Durch die Taufe wird die oder der Getaufte Mitglied der evangelischen Kirche.

Taufsprüche

Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein
1. Mose 12,2

Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben!
Psalm 36,8

Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte.
Psalm 86,11

Denn der HERR, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland. Er wird sich über dich freuen und dir freundlich sein, er wird dir vergeben in seiner Liebe und wird über dich mit Jauchzen fröhlich sein.
Zephanja 3,17

Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit, wenn ihr den Vater bittet in meinem Namen, er's euch gebe.
Johannesevangelium 15,16

Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.
Korintherbrief 1,9

Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
Korintherbrief 5,17

Denn ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus.
Galaterbrief 3,26

Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen.
Galaterbrief 3,27

Aber der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen.
Thessalonicherbrief 3,3

Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.
Josua 1,9

Denn des HERRN Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiss.
Psalm 33,4

Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohlmachen.
Psalm 37,5

Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen.
Josua 1,5

Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten.
Psalm 32,8

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!
Jesaja 43,1

Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer.
Jesaja 54,10

Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?
Römerbrief 8,31

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Psalm 23,1

Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir und will dich segnen.
Mose 26,24

Denn der HERR, dein Gott, ist ein barmherziger Gott; er wird dich nicht verlassen noch verderben.
5. Mose 4,31

Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.
Psalm 91,11

Ich bin der HERR, dein Gott, der deine rechte Hand fasst und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, ich helfe dir!
Jesaja 41,13

Freut euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.
Lukasevangelium 10,20

Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des heiligen Geistes.
Römerbrief 15,13

Ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.
Korintherbrief 6,11

Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen.
1. Johannesbrief 3,1